Collagen

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Des Öfteren werde ich gefragt, wie ich eigentlich meine Collagen zusammenstelle.

Die Antwort ist relativ simpel: Hierfür verwende ich das kostenlose Programm Picasa von Google.

 

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Bevor ihr losgegen könnt, müsst ihr eure Bilder erst einmal in Picasa importieren. Dies kann manuell oder automatisch geschehen.


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Anschließend markiert ihr die gewünschten Bilder und klickt auf das zweite kleine Icon:

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Nun habt ihr die Möglichkeit die Art der Collage festzulegen:

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Am liebsten verwende ich “Mosaik” und “Rahmemosaik”. Bei letzterem könnt ihr das mittig platzierte Bild mit der Funktion “als Frame-Center” festlegen.

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Falls ihre eine Rahmen um die Bilder ziehen wollt, funktioniert dies mithilfe der Funktion “Rasterabstand”. Die Farbe des Rahmes könnt ihr hier ebenso festlegen.

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Zudem könnt ihr das Seitenformat bestimmen. Hier sei dazu gesagt, dass manche Formate besser geeignet sind und sich hier der Beschnitt in Grenzen hält. Welche diese sind, gilt es herauszufinden und ist natürlich auch abhängig vom Format eurer Bilder.
Man kann auch selbst eine Größe vorgeben (beispielsweise die Größe des Facebook-Covers: 851 x 315).

Zu Beginn drücke ich häufig einige Male auf “Bilder zufällig anordnen”, bis ich halbwegs zufrieden bin :).
Gefällt euch ein Bild nicht, könnt ihr es beim Bearbeiten der Collage auch wieder herausnehmen. Zieht ihr das Bild an eine andere Stelle, tauschen die jeweiligen Bilder ihre Plätze.

Ganz zum Schluss speichert ihr die Collage ab (sodass ihr sie an einem anderen Tag wieder bearbeiten könnt), indem ihr auf “Collage erstellen” klickt.
Nun gilt es nur noch die fertige Collage zu exportieren und Ihr seid fertig!

 

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Test: Fotobuch (Saal-Digital)

Schon seit Jahren bestelle ich die Abzüge meiner Fotos bei Saal-Digital. Eine bessere Alternative habe ich bis dato nicht gefunden; ihr könnt mich mithilfe der Kommentarfunktion allerdings gerne eines Besseren belehren. An Saal-Digital schätze ich vor allem die Qualität und die schnelle Lieferung.

Für kleine Abzüge verwende ich am liebsten das Silk/Portrait-Papier, für große das Papier von Hahnemühle.

Andere Produkte wie Fotobücher, Kalender oder Wandbilder habe ich jedoch noch nie dort bestellt. Da Saal-Digital ab und zu Bloggern anbietet Produkte zu testen, um diese objektiv zu rezensieren, habe ich vor kurzem mein erstes Fotobuch sowie die hierfür passende Geschenkverpackung bestellt.
Der zugehörige Gutschein reichte leider nicht für die ganze Bestellung aus, sodass ich einen Teilbetrag zuzahlen musste. Ich hätte mich natürlich auch mit weniger Seiten begnügen können, aber wenn ich schon einmal ein Fotobuch erstelle, dann auch bitte richtig!

Software:

Was mich an Saal-Digital stört, (und wahrscheinlich trifft dies für die meisten Anbieter ebenso zu) ist die Tatsache, dass ca. 3% des Bildes beschnitten werden. Interessanterweise kann man dies umgehen, wenn man beim Export der Bilder einen schwarzen Rand (3%) hinzufügt.
Eigentlich sollte die Software doch in der Lage sein, diesen Arbeitsschritt zu implementieren.
Ansonsten habe ich mit der Software bis jetzt gute Erfahrungen gemacht. Aktuelle Aktionen und Rabatte werden auch hier angezeigt, was von Vorteil ist.
Beim Anfertigen des Fotobuchs ist allerdings auch bei mir das Programm einmal abgestürzt (Änderungen sind nicht verloren gegangen). Ich sage auch, weil dies in Rezension anderer Fotografen ebenso aufgeführt wurde.
Die Auswahl der Buchgröße stellte mich vor eine Herausforderung. Leider gibt es kein Format, das die Bilder meiner Kamera im Querformat im richtigen Verhältnis abbilden kann. Nach einigem Herumprobieren wählte ich schließlich das Format 21x28cm aus. Bilder im Querformat legte ich auf zwei Seiten, Bilder im Hochformat nahmen jeweils eine Seite an (wurden aber deutlicher beschnitten).
Aufgrund der Warnung, dass dunkle Motive für den Umschlag für den Mattdruck ungeeignet seien, wählte ich einen glänzende Rückseite/Cover und für die Innenseiten matt aus.

 

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Auf Textboxen verzichtete ich, um die Bildwirkung nicht zu beeinträchtigen.

Preis:

Fotobuch 21 x 28 Cover / Umschlag: glänzend, Innenseiten-Oberfläche: matt, 98 Seiten + Cover
90,35 €
Geschenkverpackung 21 x 28 anthrazit
25,00 €

Lieferzeit und Verpackung:

Die Lieferung war wie gewohnt sehr schnell und schon zwei Tage später hielt ich das zuvor gut verpackte Fotobuch in meinen Händen.

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Eindruck:

Mein erster Eindruck war ein bisschen getrübt, da mein dunkles Rückseite/Cover-Motiv eine leichte Farbverfälschung aufwies. Interessanterweise traf dies für die Innenseiten nicht zu. Hier war die Qualität wirklich überragend.
Trotzdem muss ich sagen, dass mir die Seiten zu dick sind. Mit einem Buch verbinde ich dünne, leicht biegsame Seite und keinen starren, schweren Karton.
Die erste und die letzte Seite sind direkt auf den Einband aufgeklebt, was unschön aussieht. Hier hätte ich mir Zwischenblätter gewünscht, am liebsten in Schwarz.

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Störend ist auch der Barcode, der aus produktionstechnischen Gründen aufgedruckt wird. Er befindet sich auf der Rückseite und der letzten Seite des Buches. Sonstige Logos oder Markierungen gibt es glücklicherweise nicht.

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Die eigenen Fotos in Buchform zu sehen ist ein tolles Erlebnis. Man blättert von Seite zu Seite und freut sich über jedes Foto. 

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Geschenkverpackung:

Die Geschenkverpackung sieht wertig aus und ist stabil. Sie lässt sich mittels eines Magnetverschlusses öffnen und schließen. Im Inneren befindet sich eine Hartschaumfüllung, mit einer kleinen Aussparung, die ein Herausnehmen des Buchs ermöglicht.
Auch wenn mir die Verpackung gut gefallen hat, sind 25 Euro zu teuer. 10 Euro billiger und ich würde eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

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Fotoprojekt online:

Saal-Digital bietet die Möglichkeit einen Link weiterzugeben, mit dem das Projekt auch von anderen bestellt werden kann. Das ist für Familienmitglieder oder Freunde sicherlich eine sehr nützliche Funktion. Hier besteht ein gewisses Risiko, dass der Link einfach weitergegeben wird. Hier wäre es wünschenswert, dass man die Bestellung bestätigen muss, bevor sie von anderen getätigt werden kann.

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Allerdings kann man das Projekt auch einfach in seine Webseite einbetten und einen Link verteilen, bei welchem eine Bestellung nicht möglich ist.

Hatte ich früher noch meine Wände voll mit Bildern, tendiere ich inzwischen lieber zu wenigen, hochwertigen Wandbildern und Fotobüchern. Nicht immer will man von seinen eigenen Fotos umgeben sein und gerade bei Portrait-Aufnahmen fühlen sich Gäste sehr oft beobachtet. Hier ist ein Fotobuch wirklich praktisch. Bei Bedarf holt man es hervor und kann es anschauen. Hat man genug davon, verschwindet es wieder im Regal. Ein Fotobuch bietet einem zudem die Möglichkeit seine eigene Entwicklung festzuhalten und greifbar zu machen.

Fazit:

Trotz vieler Kritikpunkte bin ich mit meinem Fotobuch sehr zufrieden. Der WOW-Effekt beim Anschauen tritt ein, was für mich entscheidend ist. Die Geschenkverpackung macht das Ganze noch einmal wertiger. Ich würde sie jedoch nicht noch einmal bestellen, da sie schlicht und ergreifend zu teuer ist. Muss es schnell gehen, ist auf die Versandabteilung von Saal-Digital immer Verlass. Auch die Möglichkeit Freunden unkompliziert die Möglichkeit zu geben, sich das Buch selbst zu bestellen, gefällt mir gut.
Der größte Kritikpunkt ist die Seitendicke, die mich persönlich stört. Teilweise wirkt es so, als hätte man Fotoabzüge zusammengeheftet. Dass die erste und die letzte Seite mit dem Einband verklebt sind, ist auch nicht sonderlich ästhetisch. Dies hätte man besser lösen können. Der Barcode ist zum Glück nicht sonderlich groß, aber trotzdem sichtbar. Zuletzt ist es natürlich auch ein stolzer Preis für ein Fotobuch. Für das gleiche Buch hätte ich bei Cewe allerdings mehr bezahlt. Immer wieder gibt es Rabattaktionen, mit denen der Endpreis um einiges günstiger ausfällt. Bei einem großen Buch mit vielen Seiten, lohnt es sich unter Umständen geduldig zu sein und auf ein Aktionsangebot zu warten.


Positiv:

  • ausgezeichnete Qualität der Innenseiten
  • schnelle Lieferung und gute Verpackung
  • Software leicht verständlich
  • Qualität der Geschenkverpackung
  • Möglichkeit das Projekt zu zeigen, in die Homepage einzubetten und anderen die Bestellung zu ermöglichen
  • Preis

Negativ:

  • Software teilweise instabil (Absturz)
  • Barcode
  • Seiten sehr dick und wenig biegsam
  • keine Zwischenseiten/erste und letzte Seite mit dem Einband verklebt
  • dezente Farbverfälschung des Covers und der Rückseite
  • Geschenkverpackung verhältnismäßig teuer
  • Beschneidung (3%)
  • Buchformate nicht optimal für das Seitenverhältnis der D800 (36×24)

 


 

Test: Das Petzval-Objektiv (Lomography)

Als David Uzochukwu für das Meetup in Bayern das Petzval-Objektiv organisierte, musste ich betrübt mit ansehen wie es von Kamera zu Kamera gereicht wurde. Laura Zalenga und meine Wenigkeit, die einzigen Nikon-Fotografen, blieben leider außen vor, denn das ausgeliehene Stück aus Messing und Glas besaß einen Canon-Aufsatz. Glücklicherweise verfasste ich kurz nach meiner Rückkehr aus Bayern eine Email an Lomography, mit der Anfrage, ob ich das Objektiv nicht im September testen könnte. Schließlich würde ich eh in Berlin sein und könnte das kleine Goldene einfach aus dem Laden abholen und mit zum nächsten Meetup nehmen. Die erste Antwort war ernüchternd. Vor November würde es wahrscheinlich nicht klappen, aber mein Name stünde nun auf der Warteliste. Sollte sich etwas daran ändern, werde man mich jedoch informieren. Während ich auf dem Weg nach Berlin im Fernbus saß und verzweifelt mit dem Internet im Bus kämpfte, erreichte mich dann doch die gute Nachricht, dass ich es schon Morgen abholen könnte.

So konnte ich das Petzval-Objektiv im September also für einige Tage ausprobieren. Doch worum handelt es sich hier eigentlich?

Auf Wikipedia wird es als erstes Portraitobjektiv (100mm) der Fotogeschichte beschrieben. Konstruiert wurde es von Josef Maximilian Petzval im Jahre 1840 in Österreich. Die Produktion übernahm Voigtländer. Bis 1862 wurden 60.000 Stück gebaut. Ein Kickstarter-Projekt von Lomography versuchte 2013 100.000$ für eine Neuauflage zu sammeln. Am Ende der 30-tägigen Kampagne kamen fast 1,5 Millionen Dollar zusammen und so wird das Objektiv seitdem von Zenit in Russland gebaut und via Lomography vertrieben.
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Doch genug der Worte. Wir befinden uns wieder in Berlin, im botanischen Garten der Stadt, um genau zu sein. Trotz einer brennenden S-Bahn habe ich es hier her geschafft und schraube nun das Objektiv an meine Kamera.

Die Blendenscheibe wird von oben in einen kleinen Schlitz gesteckt. Zur Auswahl stehen 7 Standardsteckblenden
(f 2,2 – f 16) und 4 experimentelle Steckblenden, welche alle zusammen in einem kleinen Beutel aufbewahrt werden.

Für eine geringe Tiefenschärfe empfiehlt sich natürlich die Steckblende mit der größten Öffnung (f 2,2), weswegen in meinem Objektiv fast ausschließlich diese ihren Platz fand.

Einen Autofokus besitzt das Petzval leider nicht. Scharfgestellt wird mittels eines kleinen Rädchens. Hatte ich anfangs noch Bedenken, ob ich damit überhaupt scharfe Bilder aufnehmen könnte, verflog diese Angst schnell als ich Folgendes herausfand:

Tipps für scharfe Bilder:

1. Die erste Möglichkeit ist die Verwendung von LifeView im Zoom-Modus. Das Ganze ist ein bisschen umständlich, aber es funktioniert. Mir persönlich ist diese Technik bei Portraits jedoch zu umständlich.
Hinzu kommt: Wer schon einmal Bilder mit LiveView aufgenommen hat, wird bemerkt haben, dass die Bilder am PC nicht das gleiche Format besitzen, sondern leicht beschnitten sind, da Bilder hier im 16:9 Format aufgenommen werden.

2. Im Sucher bekommt ihr auch eine direkte Rückmeldung über die Schärfe des ausgewählten Messfeldes. Bei Nikon befindet sich der Fokusbestätigungspunkt links unten im Sucher. Zuerst setzt man das Messfeld an die gewünschte Stelle und dreht anschließend am Einstellrad, bis der kleine runde, gelbe Kreis erscheint. Mit ein bisschen Übung gelingt dies immer schneller. Unscharfe Bilder lassen sich so sehr gut vermeiden.

Natürlich funktioniert das Scharfstellen auch mithilfe der eigenen Augen, allerdings tue ich mich damit schwerer.

Und so seht ihr hier meine ersten Gehversuche aus dem botanischen Garten:

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Auf den beiden ersten Bildern lässt sich gut das typische “Swirly Bokeh” erkennen, für welches das Objektiv so bekannt ist.

Am nächsten Tag zog ich dann durch Berlin und probierte das Objektiv zum ersten Mal am Homo sapiens aus.
Ein Petzval-Objektiv auf der Kamera zu haben, fühlt sich ungefähr so an als würde man mit einem Welpen spazieren gehen. Ständig wird man darauf angesprochen, ganz gleich ob von alten oder jungen Menschen. Man kommt sehr schnell ins Gespräch und zieht ständig neugierige Blicke auf sich. Und ja, alle würden den kleinen am liebsten auf den Arm nehmen :). Auch im Internet werde ich häufig darauf angesprochen, wie ich denn dieses Effekt erzielt hätte…

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Die experimentellen Steckblenden:

Mit den experimentellen Steckblenden kann man jede Menge Spaß haben und sie sorgen später oft für einen WOW-Effekt. 
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Ein Bild mit der Stern-Steckblende seht ihr hier:

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Im Internet gibt es auch jede Menge Vorlagen für neue Effekte, falls sich ein alter abgenutzt haben sollte:

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Natürlich gibt es auch immer Dinge, die man kritisch betrachten sollte:

Was mir nicht so gut gefallen hat:
1. Die Blendenscheiben lassen sich nirgends einhaken, sodass sie bei Portraits im Hochformat leicht herausfallen können. Dies ist mir bei einem Shooting auch passiert und es hat eine kleine Ewigkeit gedauert das verlorene Teil wieder zu finden.

2. Das Objektiv wird zu den Rändern hin sehr unscharf. In der Praxis bedeutet dies, dass die Person bei Portraits schon sehr zentral positioniert werden muss. 

Ganzkörperaufnahmen aus einer gewissen Entfernung gelingen leider nur dann, wenn die Unschärfe als Stilmittel eingesetzt wird. Andernfalls sehen die Bilder eher seltsam aus.

Beispiel:

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3. Das Objektiv ist relativ schwer. An einer Vollformatkamera ist dies sicherlich weniger störend als an einem leichten Kameragehäuse.

4. Mit Gegenlicht hat das Objektiv bisweilen zu kämpfen.

Beispiel:

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5. Der letzte Punkt ist mit Sicherheit der Preis. 550 Euro sind sicherlich nicht wenig, und wer noch keine andere Festbrennweite besitzt, sollte seine Prioritäten eher hier ansetzen.

Für wen ist das Objektiv geeignet?
Du bist auf der Suche nach dem besonderen Bokeh?
Schärfe ist nicht alles für dich?
Du bist gelangweilt von deinen eigenen Bildern und willst gezwungen werden etwas Neues auszuprobieren?
Du suchst Entschleunigung, kannst dich aber nicht zur analogen Fotografie durchringen?
550 Euro sind verkraftbar wieder ein bisschen Leben in dein Hobby zu bringen?
Du willst mit Leuten ins Gespräch kommen? (Wer übrigens unterwegs nicht auffallen will, kann sich das Objektiv auch in Schwarz bestellen)

Dann ist dieses Objektiv vielleicht genau das Richtige für dich :).

Ich selbst besitze es leider noch nicht. Trotzdem steht es sehr weit oben auf meiner Wunschliste. In der kurzen Zeit in Berlin und auf dem anschließenden Meetup im Harz sind mithilfe des Objektivs viele interessante Bilder entstanden. Und am Ende ist nur das wirklich entscheidend.
Vielleicht sollte ich auch eine Kickstarter-Kampagne ins Leben rufen. Ob sich genug Menschen finden würden, die mich schlussendlich mit einem Petzval-Objektiv ausstatten, darf bezweifelt werden. Man sollte die Hoffnung jedoch nie aufgeben :). 

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Hier findet ihr noch ein Interview, welches ich vor kurzem für Lomography ausfüllen durfte.


Positiv:
– besonderes Bokeh (swirly bokeh)
– analoger Charme
– Eyecatcher, der einen schnell ins Gespräch bringt
– Blendenscheiben mit Mustern (Stern, Tropfen), die man auch selbst bauen/entwerfen kann
– tolle Bildwirkung an Vollformat

Negativ:
– Preis
– Probleme bei Gegenlicht
– Schärfeabfall zu den Rändern
– Blendenscheiben können herausfallen
– Gewicht


 

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Im Nebel

Mitte September fand wieder ein Fotografentreffen statt. Langsam beschleicht mich das Gefühl, dass meine Fotos aus diesem Jahr vor allem auf solchen Treffen entstanden sind. Hatten wir in Bayern - von einem Tag abgesehen – strahlenden Sonnenschein, würden in den nächsten Tage Nebel, Regen und Wind unsere stetigen Begleiter sein.

Tag 1 (Ankunft)

Meine Anreise trat ich zusammen mit Caroline Zenker von Hamburg aus an. Bis dato saß ich noch nie in einem Smart, was sich an diesem Tag allerdings ändern sollte. Zusammen machten wir uns also auf Richtung Harz, gespannt was uns die folgenden Tage erwarten würde.
Die erste Erkenntnis war, dass sich der nächste Supermarkt etliche Kilometer weit entfernt befand:

Willkommen im Nirgendwo.

Das Haus, welches wir bewohnten, konnte sich dagegen wirklich sehen lassen. Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten und die ersten bekannten und neuen Gesichter begrüßten, machten wir uns wenig später auf, das Terrain zu erkunden. Wir bestiegen unseren Hausberg und genossen die letzten Sonnenstrahlen, bevor sich der Himmel für eine lange Zeit verdunkeln sollte.

Ich hatte auch das Petzval-Objektiv von Lomography dabei, über welches ich demnächst noch einen Bericht schreiben werde.

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Tag 2 (Wolfswarte)

Am zweiten Tag war die Wolfswarte unser Ausflugsziel. Bis wir allerdings den Berg erklimmen konnten, galt es zuerst eine kleine Ewigkeit im Auto zu sitzen, zuerst fahrend uns später auf dem Parkplatz, wo wir auf das Ende des Regens warteten. Doch Geduld ist eine Tugend und so wurden auch wir am Ende belohnt.

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Wer gutes Schuhwerk besaß, konnte sich auf dem Weg glücklich schätzen. Von einer Pfütze sprangen wir zur nächsten, gespannt darauf was uns am Ziel wohl erwarten würde.

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Oben angekommen umhüllte uns dann der Nebel, während wir Schutz vor dem Regen und dem Wind suchten. Ständig hielten wir nach Orks Ausschau, konnten aber keine erspähen. 

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Die ersten packten schon ihre Kameras aus. Ich dagegen erkundete noch ein bisschen die Gegend und schnappte mir dann Marilla und Timo, um mit ihnen Bilder zu machen.

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Wir blieben noch eine Weile auf der Wolfswarte, bevor wir uns schließlich durchgefroren und nass auf den Heimweg aufmachten.

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Tag 3 (Sandsteinhöhlen)

Am dritten Tag fuhren wir zu den Sandsteinhöhlen, in welchen wir auch später vor dem Regen Schutz fanden. Das Gelände bot eine wirklich beeindruckende Kulisse.

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In einer der Höhlen entstand auch unser Gruppenbild:

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An diesem Tag verabschiedeten wir uns zudem von Caroline, die sich jedoch auf ihrem Rückweg im Wald verirrte und dann eine Stunde später, als sich der Rest der Gruppe auf den Rückweg befand, von uns aufgelesen wurde.

Tag 4 (Oderteich)

Am vierten Tag machte sich eine kleine Menschenmenge (inklusive meine Wenigkeit) schon früh morgens zu einem See, dem Oderteich, auf.

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Sandra erklärte sich freundlicherweise bereit für mich zu modeln und so nutzen wir das neblige Morgenlicht dazu, ein paar schönes Fotos zu machen.

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Zurück von unserem Ausflug nutzte ich das Wohnzimmer für ein kleines Experiment:

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Anschließend fuhr die gesamte Gruppe gegen Nachmittag noch einmal zum See. Unterwegs hielten wir noch einmal an, um auf eine Heide zu klettern, wo wir Rauchbomben zündeten.

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Zusammen mit meinem Prisma und Luisa verbrachte ich dann ein bisschen Zeit in der Nähe des Ufers, bevor ich Lisa und Marilla noch einmal darum bat für mich zu modeln.

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Am Nachmittag besuchten uns auch noch Lukas und Charly, die leider am Abend schon wieder abreisten mussten.

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Lukas war nicht der einzige, der eine analoge Kamera dabei hatte. Zwar konnte meine Nikon F65 größentechnisch nicht mit seiner Großformatkamera mithalten, aber sie kam während des Treffens trotzdem zum Einsatz.

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Rückblickend war es eine wunderbare Zeit, die trotz oder vielleicht auch aufgrund des Wetters so bezaubernd war. Und ich wurde endlich einmal dazu gezwungen Nebelbilder zu machen.

Die Abende verbrachten wir mit Spielen wie Werwolf, wir kochten gemeinsam und beobachten die anderen beim Bearbeiten ihrer Bilder. Und so ging auch das zweite Meetup in diesem Jahr zu Ende und ich kann nur hoffen eines Tages alle wieder zu sehen, ob mit oder ohne Kamera!

Die Bilder der anderen Fotografen könnt ihr übrigens hier bestaunen: Harz Mountain Flickr Gathering 2014

 

Abschließend noch zwei Momente, die mich irgendwie zum Lachen brachten:


Der Moment, wenn ein Dackel einen Golden Retriever schwängert…

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Der Moment, wenn Leute denken du hättest deine Schokoladenkekse vergessen, sie aufessen, dir ein Bild davon schicken und du deine Schokoladenkekse gar nicht vergessen hast

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Ein Fotorezept

Heute gibt es ein kleines Fotorezept, das ich vor einer Weile für Lens Light Love geschrieben habe:

 

Zutaten:

  • 1 Beamer
  • Ein Bild als Vorlage bzw. Hintergrund
  • Mindestens 1 Modell
  • Eine weiße (Lein)Wand
  • Einen Laptop mit Internetanschluss
  • Ein Verbindungskabel vom Laptop zum Beamer

Zubereitung:

  1. Die gewünschte Vorlage aussuchen und mithilfe des Vollbildmodus an die Wand projizieren. Bilder mit starken Kontrasten sind hierfür besonders zu empfehlen (Muster, Lichter); der Fantasie sind bei der Auswahl jedoch keine Grenzen gesetzt. Solltet ihr kein Internet vor Ort zur Verfügung haben, sucht ihr die gewünschten Fotos einfach vor dem Shooting aus und überspielt diese dann auf einen USB-Stick. Alternativ kann man auch Photoshop öffnen, und das Model “anmalen”.

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    Doch woher bekommt man eigentlich solche Vorlagen? Die günstigste Methode ist mit Sicherheit eure Festplatte, auf der hoffentlich viele schöne Fotos von euch schlummern. Alternativ kann man auch das Internet nach kostenlosen oder günstigen Stock-Fotos durchsuchen. Bilder von Mustern sind in der Regel sehr günstig und einfach mithilfe der Google-Bildersuche aufzuspüren (bei den Sucheinstellung die Bildgröße auf Groß ändern). Ihr könnt auch erst einmal Vorschaubilder mit Wasserzeichen ausprobieren und sollte euch das Ergebnis gefallen, diese dann anschließend kaufen.

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  2. Mit der Maus könnt ihr das Bild an die gewünschte Position ziehen, ohne dass sich das Modell bewegen muss.

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  3. Nun gilt es nur noch den richtigen Moment abzuwarten und abzudrücken. Achtet darauf, dass niemand von euch einen Schatten wirft!

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Dieses Rezept schmeckt bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit, solange die Möglichkeit besteht den Raum komplett abzudunkeln. Nikon-Kameras haben durch ihr Autofokus-Hilfslicht einen kleinen Vorteil bei sehr dunklen Motiven. Natürlich haben digitale Projektoren den Nachteil, dass manche Strukturen mitunter sehr pixelig erscheinen. Abhilfe schafft hier ein Dia-Projektor, der einem aber leider nicht die Freiheit bei der Auswahl der Bilder bieten kann.

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Gute Nacht, Freunde

Im Juli 2014 fand in Drachselsried ein großes Flickr-Meetup statt. Zusammen mit 30 Fotografen und Fotografinnen aus Deutschland und Österreich verbrachte ich eine wunderbare Woche im bayrischen Wald. Es war das dritte große Treffen für mich, nachdem wir uns im Jahr zuvor in Österreich und Bensheim getroffen hatten.

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Es ist immer wieder ein schönes Gefühl auf Gleichgesinnte zu treffen. Während wir tagsüber fotografierten, saßen wir abends zusammen mit Gitarren am Lagerfeuer, philosophierten oder betrachteten die Sterne über uns. Es ist immer wieder spannend zu sehen wie jeder die Welt mit anderen Augen betrachtet. Genau deshalb wollte ich die Augen jedes Einzelnen festhalten.

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Vielleicht entspannen die meisten Menschen im Urlaub lieber in einem Hotelpool, anstatt sich mit Kleidung in einen Wasserfall zu stellen. Sich morgens um 5 Uhr aus dem Bett zu quälen, nur um am letzten Tag des Meetups den Sonnenaufgang an einem See für die letzten Bilder zu nutzen, dürfte auch nicht jedermanns Sache sein.

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Und wenn Kreativität einen Krankheit darstellen würde, so wäre sie auf jeden Fall ansteckend. Man lässt sich von anderen inspirieren und traut sich neue Dinge auszuprobieren. Bei einem solchen Treffen geht es auch nicht darum, wer am besten fotografieren kann. Es ist auch kein Wettrennen gegen die Zeit mit der Frage, wer am meisten Bilder macht. Jeder hat einen eigenen Stil und bereichert die Gruppe mit seiner oder ihrer Anwesenheit. Man hilft sich gegenseitig, ermutigt einander und freut sich Teil einer Gruppe mit so vielen talentierten Menschen zu sein.

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Ich bin immer wieder erstaunt wie viel die Bilder eines Fotografen über ihn selbst verraten. Und auch wenn man viele Menschen vor diesem Treffen nicht kannte, ging man mit dem Gefühl nach Hause sie schon ewig zu kennen.

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Wo auch immer das nächste Treffen stattfinden wird, ob an der Nordsee, in Island oder an welchem schönen Ort auch immer… ich kann nur hoffen, dass ich wieder die Zeit finde dabei sein zu können. Ich kann jedem nur ans Herz legen sich mit Gleichgesinnten zu treffen und selbst ein solches Treffen auf die Beine zu stellen. Denn manche Dinge muss man selbst erleben, um die Magie zu verstehen, die von ihnen ausgeht.

 

Einen weiteren Einblick bietet das großartige Video von Curtis Spahl: